Der U.S. Cannabis Roundtable, eine führende nationale Handelsorganisation, ist optimistisch, dass eine Neuregelung der Cannabisbewirtschaftung auf Bundesebene auch unter Präsident Donald Trump auf der Tagesordnung steht. Ein Sprecher wies jedoch darauf hin, dass der Zeitplan für diese Änderung aufgrund anderer dringender politischer Prioritäten, mit denen der Präsident derzeit konfrontiert ist, ungewiss bleibt.
Trotz der jüngsten Ankündigungen der Drug Enforcement Administration (DEA), dass es keine unmittelbaren Pläne gibt, den unter dem früheren Präsidenten Joe Biden eingeleiteten Umwidmungsprozess voranzutreiben, erwähnte David Culver, Senior Vice President of Public Affairs des U.S. Cannabis Roundtable, dass Gespräche mit dem Weißen Haus darauf hindeuten, dass die Marihuana-Reform immer noch Teil der Agenda der Regierung ist.
Culver brachte zum Ausdruck, dass sich die jüngsten Maßnahmen der DEA wie "ein Tropfen auf den heißen Stein" anfühlten, aber er versicherte, dass dies als bloße Verzögerung und nicht als dauerhafter Rückschlag für die Neuregelung von Cannabis angesehen werden sollte. Er erklärte, dass die DEA zwar die Kontrolle über den Prozess habe, aber letztlich die Anweisung des Präsidenten brauche, um voranzukommen.
Culver hob Trumps frühere Zusage hervor, den Übergang von Cannabis von Schedule I zu Schedule III zu unterstützen und den SAFE Banking Act zu befürworten, und bezog sich dabei auf Äußerungen vom letzten Oktober. Er betonte, dass es dringend notwendig sei, zu verstehen, wann diese Änderungen eintreten könnten, da viele in der Cannabisbranche besorgt seien. Er setzt sich aktiv mit führenden Vertretern der Branche auseinander, um sie zu einer positiveren Sichtweise inmitten ihrer Schwierigkeiten zu ermutigen.
Culver merkte an, dass er nicht übermäßig besorgt sei über die früheren Anti-Cannabis-Haltungen einiger von Trump ernannter Personen, darunter Generalstaatsanwältin Pam Bondi und DEA-Chef Terrance Cole. Er wies darauf hin, dass Trump in der Regel keine Meinungsverschiedenheiten innerhalb seiner Regierung bezüglich seiner Agenda zulässt und dass die Branche geduldig darauf warten muss, dass der Präsident der Cannabisreform Priorität einräumt.
Einem Bericht von CNN zufolge versuchten Mitglieder von Trumps Team im Dezember, eine Version des SAFE Banking Act durch den Kongress zu bringen, was zwar nicht erfolgreich war, aber auf eine mögliche Unterstützung der Cannabisreform durch einige Regierungsbeamte hindeutet. Culver merkte an, dass es einflussreiche Persönlichkeiten innerhalb der Regierung gibt, die eine Cannabisreform sehr unterstützen, und er stellte fest, dass sich Trumps Sichtweise zu diesem Thema entwickelt hat, insbesondere nachdem er die medizinischen Vorteile von Cannabis durch seine persönlichen Verbindungen erfahren hat.
Culver wies auch darauf hin, dass die größte Herausforderung für die Cannabisindustrie in Washington D.C. darin besteht, inmitten des Chaos anderer wichtiger Themen wie internationale Zölle und Einwanderung, die derzeit die Aufmerksamkeit der Regierung dominieren, Aufmerksamkeit zu erlangen.
