Veteranen stehen vor komplexen Entscheidungen über den Konsum von Cannabis und CBD

Veteranen stehen vor komplexen Entscheidungen über den Konsum von Cannabis und CBD

Mit der zunehmenden Akzeptanz von Cannabis und CBD in den Vereinigten Staaten ziehen immer mehr Veteranen diese Produkte in Betracht, um Beschwerden wie chronische Schmerzen, Schlaflosigkeit, Angstzustände und posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD) zu lindern. Es ist jedoch entscheidend, dass Veteranen die rechtlichen, medizinischen und beruflichen Auswirkungen verstehen, bevor sie diese Substanzen verwenden.

**Rechtslandschaft** Trotz der Legalisierung von Marihuana für medizinische und Freizeitzwecke in vielen Bundesstaaten ist es nach dem Bundesgesetz weiterhin als kontrollierte Substanz der Kategorie I eingestuft. Das U.S. Department of Veterans Affairs (VA) unterstreicht diesen Punkt und erklärt, dass sich Veteranen der möglichen Konsequenzen des Cannabiskonsums bewusst sein müssen, selbst in Staaten, in denen er legal ist. So kann sich der Konsum von Marihuana beispielsweise auf den Anspruch eines Veteranen auf VA-Leistungen auswirken und die Beschäftigung beim Bund beeinträchtigen. CBD aus Hanf mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3% ist zwar auf Bundesebene legal, aber aufgrund von Qualitätskontrollproblemen kann der THC-Gehalt in Produkten variieren, was für unvorsichtige Verbraucher ein Risiko darstellt.

**VA-Politik zum Cannabiskonsum** Die VA hat eine klare Politik: Veteranen verlieren ihre Leistungen nicht allein wegen des Konsums von Marihuana. Allerdings dürfen VA-Ärzte kein Cannabis verschreiben oder empfehlen. Veteranen werden ermutigt, ihre VA-Gesundheitsdienstleister über ihren Cannabis- oder CBD-Konsum zu informieren, um eine koordinierte Versorgung zu gewährleisten, aber diese Information kann in ihren medizinischen Unterlagen dokumentiert werden. Es ist wichtig, daran zu denken, dass der Konsum kontrollierter Substanzen die Behandlungspläne und die Berechtigung für medizinische Verfahren beeinträchtigen kann.

**Berufliche Erwägungen** Veteranen, die in Bundesämtern beschäftigt sind oder über eine Sicherheitsfreigabe verfügen, sollten Vorsicht walten lassen. Ein positiver Test auf Marihuana kann zum Ausschluss von der Sicherheitsüberprüfung oder zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen, unabhängig von den staatlichen Gesetzen. Darüber hinaus werden bei einigen Stellen in der Privatwirtschaft auch Drogentests durchgeführt, und THC kann noch Tage oder Wochen im Körper nachweisbar sein. Außerdem können bestimmte CBD-Produkte aufgrund von THC-Spuren einen positiven Drogentest auslösen, insbesondere wenn sie nicht reguliert oder falsch gekennzeichnet sind.

**Forschung und Wirksamkeit** Obwohl viele Veteranen über eine Linderung der Symptome durch Cannabis und CBD berichten, ist ihre Wirksamkeit wissenschaftlich noch nicht endgültig belegt. Studien, in denen Cannabis bei PTBS untersucht wurde, haben gemischte Ergebnisse erbracht. Ein VA-Bericht zeigte beispielsweise keinen signifikanten Unterschied zwischen Cannabis und einem Placebo bei der Linderung von PTBS-Symptomen. Dennoch berichteten einige Veteranen über einen besseren Schlaf und eine bessere Schmerzbehandlung, wenn herkömmliche Behandlungen versagt haben. Bevor sie auf Cannabis zurückgreifen, sollten Veteranen zunächst alle völlig legalen Möglichkeiten ausloten.

**Produktsicherheit** Im Gegensatz zu den von der FDA zugelassenen Medikamenten werden die meisten Cannabis- und CBD-Produkte nur minimalen Sicherheitstests unterzogen. Verunreinigungen wie Pestizide und Schwermetalle können vorhanden sein, vor allem in Produkten, die von nicht lizenzierten Anbietern bezogen werden. Wenn sich Veteranen für diese Produkte entscheiden, sollten sie bei seriösen Abgabestellen kaufen, Laborberichte von Dritten anfordern und mit niedrigen Dosen beginnen, um die Reaktion ihres Körpers zu testen. Es ist wichtig, mit den Gesundheitsdienstleistern offen über alle unerwünschten Wirkungen oder Wechselwirkungen zu sprechen.

**Konsultation von Gesundheitsdienstleistern** Veteranen sollten mit ihren medizinischen Fachkräften bezüglich des Cannabiskonsums transparent bleiben. Unabhängig davon, ob sie eine VA-Einrichtung oder einen zivilen Arzt aufsuchen, hilft das Gespräch über das Interesse an oder den aktuellen Konsum von Cannabis oder CBD dabei, potenzielle Wechselwirkungen mit bestehenden Medikamenten zu erkennen, und erleichtert bei Bedarf sicherere Alternativen. Eine offene Kommunikation fördert das Vertrauen und führt zu effektiveren Behandlungsplänen.

**Erkundung alternativer Behandlungsmethoden** Cannabis mag zwar verlockend sein, ist aber nicht die einzige Möglichkeit, die Symptome zu behandeln. Veteranen sollten alternative Therapien wie Achtsamkeitsmeditation, kognitive Verhaltenstherapie, Akupunktur und Gruppentherapie in Betracht ziehen. Solche Ansätze können den Bedarf an Cannabis ergänzen oder sogar ersetzen, insbesondere wenn rechtliche oder berufliche Risiken bestehen.

**Risikoabwägung** Für Veteranen kann der Wunsch, Cannabis zu konsumieren, verlockend sein, insbesondere nach militärischen Einschränkungen. Es ist jedoch wichtig, die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen und gut informierte Entscheidungen zu treffen. Das Gespräch mit medizinischen Fachleuten, psychosozialen Einrichtungen und Arbeitgebern kann die möglichen Auswirkungen des Cannabiskonsums auf das Privat- und Berufsleben klären. Auch wenn Cannabis und CBD für Veteranen nicht illegal sind, kann ihr Konsum die Sicherheitsfreigabe und die Beschäftigung gefährden.

Veteranen müssen die Komplexität des Cannabis- und CBD-Konsums mit Bedacht angehen. Indem sie sich informieren, Gesundheit und Sicherheit in den Vordergrund stellen und mit sachkundigen Gesundheitsdienstleistern zusammenarbeiten, können sie den besten Weg für ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden finden.

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