Die Alabama Medical Cannabis Commission (AMCC) hat Schritte unternommen, um einen Antrag für ein Testlabor voranzubringen, der für das medizinische Cannabisprogramm des Bundesstaates entscheidend ist. In einer Sitzung am Donnerstag genehmigte die Kommission Korrekturen an dem Laborlizenzantrag, der nun eine 30-tägige öffentliche Kommentierungsfrist durchlaufen wird.
Mark Wilkerson, der Rechtsberater des AMCC, gab einen Überblick über die laufenden Rechtsstreitigkeiten, die das Programm betreffen. Er berichtete, dass in den letzten Monaten drei Entscheidungen des Court of Civil Appeals zur Aufhebung von einstweiligen Verfügungen geführt haben. Ein abgelehnter Antragsteller hat jedoch eine Petition beim Obersten Gerichtshof von Alabama eingereicht, um eine Überprüfung der Entscheidung des Berufungsgerichts zu erreichen. Wilkerson wies darauf hin, dass der Zeitplan für die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs noch unklar ist, der AMCC jedoch bereit ist, sich bei Bedarf zu beteiligen.
Zuvor hatte die Kommission am 14. Februar ein einmonatiges Bewerbungsfenster für staatliche Prüflabors geöffnet. Von fünf eingereichten Anträgen wurde ein Antrag mit der Bitte um Änderungen zurückgeschickt, bevor er angenommen werden konnte. Justin Aday, der Leiter der Rechtsabteilung der Kommission, bestätigte, dass die einzige verbleibende Anforderung für die Bewerbung eine Zuverlässigkeitsüberprüfung durch das FBI war. Diese Überprüfung ging am 7. Mai ein, so dass der Weg für den Antrag frei war.
Das AMCC wird den Antrag in seiner Sitzung am 12. Juni eingehend prüfen und plant, bis zum 17. Juni eine endgültige Entscheidung zu treffen. Dieses Testlabor ist eine Schlüsselkomponente des Rahmens für medizinisches Cannabis in Alabama, der durch ein im Jahr 2021 erlassenes Gesetz geschaffen wurde, das es Ärzten erlaubt, Cannabis für verschiedene qualifizierte Erkrankungen zu empfehlen, darunter chronische Schmerzen, PTBS, Epilepsie und krebsbedingte Schmerzen. Das Gesetz sieht vor, dass Cannabis in verschiedenen Formen abgegeben werden kann, darunter Tabletten, Tinkturen, Pflaster, Öle und Gummibärchen, verbietet aber die Verwendung von rohem Pflanzenmaterial.
Während die AMCC mit dem Antrag für das Testlabor vorankommt, muss sie auch weiterhin rechtliche Herausforderungen meistern, die sich auf die Zukunft der medizinischen Cannabisindustrie in Alabama auswirken könnten.
