Schweizer Studie zu Cannabis für den Freizeitgebrauch zeigt positive Ergebnisse für die psychische Gesundheit

Eine Cannabisstudie für den Freizeitkonsum in der Schweiz, bekannt als Weed-Care, hat ermutigende Ergebnisse in Bezug auf die psychische Gesundheit erbracht. Die Pilotstudie, die derzeit durchgeführt wird, zeigt, dass Teilnehmer, die legal erhältliches Cannabis für den Freizeitkonsum erhielten, über bessere psychische Gesundheitsergebnisse und einen Rückgang von Suchtproblemen berichteten.

An der Weed-Care-Studie, die in Basel (Nordwestschweiz) durchgeführt wird, nehmen 300 Cannabiskonsumenten über 18 Jahren teil. Diese Teilnehmer waren bereits Cannabiskonsumenten, bevor sie an der Studie teilnahmen. Sie dürfen Cannabis über regulierte Apotheken kaufen, die Teil der Weed-Care-Initiative sind.

Die Cannabisprodukte, die den Teilnehmern zur Verfügung stehen, sind frei von Pestiziden und synthetischen Cannabinoiden und weisen den prozentualen Anteil der Wirkstoffe, einschließlich THC und CBD, deutlich aus. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat alle Produkte genehmigt, deren Preise zwischen 8 und 12 Franken (7 und 7,50 Euro) pro Gramm liegen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Teilnehmer weniger Depressionen, Angstzustände und Suchtverhalten zeigten. Bemerkenswert ist, dass weder die Häufigkeit des Cannabiskonsums noch die konsumierte Gesamtmenge zunahm. Die Forscher fanden heraus, dass die Teilnehmer 87 kg Cannabis im Wert von 900.000 CHF (788.800 £) konsumiert hatten, wobei fast ein Drittel der Produkte einen niedrigeren THC-Gehalt von 13% enthielt, was deutlich unter dem durchschnittlichen THC-Gehalt auf dem Schweizer Schwarzmarkt liegt.

Der Weed-Care-Versuch ist der erste seiner Art in der Schweiz und hat ähnliche Studien in anderen Gebieten inspiriert, darunter das Züri Can-Pilotprojekt in Zürich, der größten Stadt des Landes. Diese Initiative begann im September 2022, nachdem das Schweizer Parlament im Jahr 2020 ein Gesetz verabschiedet hatte, das Cannabis-Pilotprogramme zu Forschungszwecken zulässt, wobei die Studie bis September 2027 laufen soll.

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