Eine kürzlich von Forschern der Lake Superior State University durchgeführte Studie gibt Anlass zur Sorge über die Gesundheitsrisiken, die mit bedruckten Marihuana-Rolling-Papieren verbunden sind. Die Analyse ergab, dass diese Rolling Papers im Vergleich zu unbedruckten Papers erhöhte Werte an Schwermetallen, darunter Kupfer, Chrom und Vanadium, enthalten. Als Reaktion auf diese Ergebnisse hat Custom Cones USA, ein in Renton, Washington, ansässiges Unternehmen, beschlossen, seinen Bestand an bedruckten Blättchen zu entfernen und die künftige Produktion einzustellen.
Custom Cones USA war gerade dabei, neue Blättchen mit Herzmotiven auf den Markt zu bringen, als die alarmierenden Ergebnisse der Studie ans Licht kamen. Der CEO des Unternehmens, Harrison Bard, betonte die Bedeutung der Verbrauchersicherheit und erklärte: "Man braucht keine Tinte und keinen Druck und keine hübschen Designs auf seinen Blättchen. Es mag dazu führen, dass man ein cooleres Bild auf Instagram hat, aber wir schulden den Verbrauchern die Aufklärung und das Vertrauen, dass sie ein sicheres und zuverlässiges Produkt kaufen."
Die Studie wirft ein Schlaglicht auf ein breiteres Problem in der Cannabisbranche: Raucherzubehör, einschließlich Blättchen, ist nicht im gleichen Maße reguliert wie die Cannabisprodukte selbst. Während Cannabis in den Staaten, in denen es legal ist, strengen Tests unterzogen wird, ist dies bei den Papieren und Verpackungen, die zum Konsum verwendet werden, oft nicht der Fall. Diese Regelungslücke stellt ein Risiko dar, da ein Produkt, das die Cannabisvorschriften erfüllt, keine Garantie für die Sicherheit der zum Rauchen verwendeten Materialien ist.
Darwin Millard, technischer Direktor bei Cannabis Safety & Quality, wies darauf hin, dass die ASTM International einen Ausschuss gebildet hat, der Normen für vorgerollte Cannabisprodukte erarbeiten soll, wobei der Schwerpunkt auf Spezifikationen für Rollpapier und Klebstoffe liegt. Ziel ist es, das Vorhandensein von Schadstoffen in diesen Produkten zu bekämpfen.
Trotz dieser Risiken vermarkten viele Hersteller weiterhin bedruckte Blättchen, die mit Tinten auf Sojabasis hergestellt werden. Diese Behauptung kann jedoch irreführend sein, da sie das Vorhandensein von Schwermetallen in der Tinte nicht ausschließt. Die Verbraucher sind sich möglicherweise nicht bewusst, dass für Rauchzubehör keine so strengen Vorschriften gelten wie für Tabakerzeugnisse, was die möglichen Gesundheitsrisiken noch erhöht.
Darüber hinaus gibt es nicht nur bei bedruckten Papieren Bedenken. Auch alternative Optionen wie die Verpackung mit Rosenblättern bergen Risiken. Rosen werden beim Anbau oft mit Pestiziden behandelt, und beim Verbrennen dieser Blütenblätter können schädliche Chemikalien freigesetzt werden. Darüber hinaus wirft die Verwendung von Materialien auf Lebensmittelbasis, wie z. B. Nudeln in vorgerollten Tips, Probleme mit Allergenen auf, insbesondere für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.
Die Colorado Marijuana Enforcement Division hat Schritte unternommen, um diese Bedenken auszuräumen, indem sie lizenzierte Prüfeinrichtungen dazu ermutigt hat, Rollpapier zu untersuchen. Die Vorschriften für Konsumhilfsmittel bleiben jedoch begrenzt, da diese Produkte nicht als Cannabis eingestuft werden.
In dem Maße, wie das Bewusstsein für diese Gesundheitsrisiken wächst, könnten die staatlichen Aufsichtsbehörden damit beginnen, spezifische Anforderungen für bedruckte Rolling Papers und anderes Raucherzubehör auf dem regulierten Markt einzuführen. Bis dahin sollten die Verbraucher bei der Auswahl der Produkte vorsichtig sein und sich der potenziellen Gefahren bewusst sein, die mit bedruckten Marihuana-Rolling-Papieren verbunden sind.
