In Massachusetts ist der Einzelhandelspreis für Cannabis in den letzten vier Jahren drastisch gesunken, und zwar um mehr als zwei Drittel. Anfang 2021 kostete eine Achtelunze Cannabis rund $50. Jetzt ist die gleiche Menge laut staatlichen Daten für etwa $15 erhältlich.
Trotz dieses allgemeinen Rückgangs sind die Preise auf Nantucket nach wie vor deutlich höher als im Landesdurchschnitt. In örtlichen Apotheken wie The Green Lady und ACK Natural variieren die Kosten für eine Achtelunze je nach Sorte zwischen $35 und $60. Freizeitkunden müssen auch Steuern zahlen, während medizinische Kunden von dieser Abgabe befreit sind.
Dieser Preisverfall auf dem Cannabismarkt ist zwar für die Verbraucher von Vorteil, hat aber auch zu Herausforderungen für die Erzeuger und Einzelhändler geführt. Viele Unternehmen kämpfen darum, sich über Wasser zu halten, und über 50 Cannabisbetriebe haben Berichten zufolge ihre Betriebslizenzen zurückgegeben. Unternehmer, die nach der Legalisierung des Staates im Jahr 2016 erhebliche Beträge - teilweise in Millionenhöhe - in Cannabisunternehmen investiert haben, stehen nun vor finanziellen Schwierigkeiten, da die Preise weiter fallen.
Will Ried, der zuvor den Betrieb von RiverRun Gardens in Newburyport leitete, drückte die Angst aus, die viele in der Branche empfinden, und erklärte, dass die derzeitige Situation "beängstigend ist".
Branchenexperten hatten diesen Abwärtstrend im Zuge der Expansion des Cannabismarktes vorausgesehen und darauf hingewiesen, dass ähnliche Situationen in anderen Staaten aufgetreten sind, als deren legale Cannabismärkte heranreiften. Der steile Preisverfall hat jedoch viele Unternehmen unvorbereitet getroffen und wurde von Jennifer Ngo, Personalchefin bei Bud's Good, als "fast wie ein Tritt in den Hintern" beschrieben.
Derzeit fällt der Durchschnittspreis für Cannabis weiter, was die Lage für Cannabisunternehmen in Massachusetts weiter erschwert.
