Aurora Cannabis, ein wichtiger Akteur auf dem kanadischen Cannabismarkt, verzeichnete am Mittwoch einen starken Rückgang seines Aktienwertes, da das Unternehmen einen Rückgang der internationalen Verkäufe prognostizierte. Die in den USA gehandelten Aktien fielen um etwa 17%, obwohl sie im Vergleich zu Anfang des Jahres immer noch deutlich höher liegen.
Das Unternehmen gab bekannt, dass es mit "vorübergehenden Rückgängen" auf seinen internationalen Märkten, einschließlich der Vereinigten Staaten, rechnet. Dieser erwartete Rückgang der Verkäufe aus dem Ausland wird voraussichtlich das Wachstum der medizinischen Cannabisverkäufe in Kanada überschatten.
In seinem jüngsten Finanzbericht gab Aurora Cannabis einen Quartalsumsatz von 90,5 Millionen kanadischen Dollar (etwa 66,4 Millionen US-Dollar) bekannt. Diese Zahl wurde durch einen Anstieg der Verkäufe von medizinischem Cannabis um fast 50% im Vergleich zum Vorjahr gestützt, die 67,8 Millionen kanadische Dollar erreichten. Trotz dieses Wachstums verringerte sich der Nettoverlust des Unternehmens für das Quartal leicht auf 17,2 Millionen kanadische Dollar, gegenüber einem Verlust von 20,3 Millionen kanadischen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Auroras Bedenken hinsichtlich der internationalen Einnahmen sind ein Hinweis auf die allgemeinen Herausforderungen in der Cannabisbranche, in der sich schwankende Marktbedingungen und regulatorische Hürden auf die Umsatzentwicklung auswirken können. Investoren und Analysten werden genau beobachten, wie sich das Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellt und ob es seinen Wachstumskurs im kanadischen medizinischen Cannabissektor beibehalten und gleichzeitig den Abschwung auf den internationalen Märkten bewältigen kann.
