Hawaii bringt Gesetzesentwurf voran, der breitere medizinische Marihuana-Empfehlungen erlaubt

Hawaii bringt Gesetzesentwurf voran, der breitere medizinische Marihuana-Empfehlungen erlaubt

Die Gesetzgeber in Hawaii haben eine wichtige Änderung ihrer medizinischen Cannabis-Gesetzgebung auf den Weg gebracht. Zwei Senatsausschüsse haben einen Gesetzesentwurf gebilligt, der es Gesundheitsdienstleistern erlaubt, Marihuana für jede schwächende Erkrankung zu empfehlen, die sie für "angemessen" halten. Diese Änderung stellt eine Abkehr vom derzeitigen Gesetz dar, das die Empfehlungen auf eine bestimmte Liste von Krankheiten beschränkt.

Die als HB 302 bekannte und von Abgeordnetem Gregg Takayama (D) eingebrachte Maßnahme zu medizinischem Cannabis wurde sowohl vom Senatsausschuss für Gesundheit und Humandienste als auch vom Ausschuss für Handel und Verbraucherschutz genehmigt. In einer früheren Form hat sie bereits das gesamte Repräsentantenhaus passiert.

Der geänderte Gesetzesentwurf stellt klar, dass eine Empfehlung für medizinisches Marihuana nicht mehr von einem Arzt stammen muss, der ein "erstes persönliches Gespräch" mit dem Patienten geführt hat. Eine wichtige Änderung der Gesetzgebung definiert den Begriff "schwächendes medizinisches Leiden" neu und umfasst nun "jedes Leiden, das der bescheinigende Arzt oder die Krankenschwester in fortgeschrittener Praxis als für die medizinische Verwendung von Cannabis geeignet erachtet". Diese breitere Definition zielt darauf ab, Patienten mit Erkrankungen, die von medizinischem Marihuana profitieren können, einen breiteren Zugang zu verschaffen, selbst wenn diese Erkrankungen von den staatlichen Behörden nicht ausdrücklich anerkannt werden.

Karen O'Keefe, die Leiterin der Abteilung State Policies des Marijuana Policy Project, betonte in ihrer Aussage, dass Gesundheitsdienstleister gefährlichere Medikamente außerhalb der Zulassung verschreiben können. Sie wies darauf hin, dass in den USA eine von fünf Verschreibungen für andere Erkrankungen erfolgt als die, für die das Medikament von der Food and Drug Administration zugelassen wurde. O'Keefe wies darauf hin, dass mindestens zehn andere Staaten, in denen medizinischer Cannabis zugelassen ist, Ärzten erlauben, Cannabis für verschiedene schwere Erkrankungen zu empfehlen, und forderte Hawaii auf, ähnliche Praktiken zu übernehmen.

Hawaii ist der erste US-Bundesstaat, der im Jahr 2000 ein Gesetz zur Legalisierung von medizinischem Marihuana verabschiedet hat.

Senatorin Joy San Buenaventura (D), Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Humandienstleistungen, erörterte vor der Abstimmung zusätzliche Änderungen an dem Gesetzentwurf. Sie erwähnte, dass Gespräche mit den Abgabestellen zu Änderungen in der Gesetzgebung führten, einschließlich Bestimmungen, die den Verkauf von Cannabisprodukten zwischen lizenzierten Abgabestellen in bestimmten Situationen erlauben würden. Darüber hinaus würde der Gesetzentwurf den Warteräumen der Ausgabestellen erlauben, andere Produkte als Marihuana zu verkaufen, wie zum Beispiel Hanfprodukte und Zubehör für den medizinischen Cannabiskonsum.

Bei der Anhörung am Mittwoch sprach sich kein Ausschussmitglied gegen den geänderten Vorschlag aus. Der Schritt, Gesundheitsdienstleistern die Befugnis zu erteilen, medizinisches Cannabis für jede Erkrankung zu empfehlen, entspricht dem Plan von Gouverneur Josh Green, den Zugang zu Marihuana zu erweitern, insbesondere nachdem frühere Maßnahmen zur Legalisierung für den Freizeitgebrauch gescheitert sind. Gouverneur Green erklärte, dass dieser Ansatz den Zugang zu Marihuana erleichtern und gleichzeitig die Sicherheit von Kindern gewährleisten würde, was nach wie vor eine Priorität ist. Er brachte auch seine anhaltende Unterstützung für eine vollständige Legalisierung für den Freizeitgebrauch zum Ausdruck.

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