Der US Cannabis Roundtable (USCR), eine führende Interessengruppe in den Vereinigten Staaten, ist nach wie vor zuversichtlich, was eine mögliche Cannabisreform durch die Regierung Biden angeht. David Culver, Senior Vice President of Public Affairs bei der USCR, äußerte, dass die Bedenken hinsichtlich des Stopps des Umwidmungsprozesses von Cannabis verfrüht seien.
Culver wies darauf hin, dass es immer mehr Beweise dafür gibt, dass die DEA den Prozess verzögert hat, er glaubt jedoch, dass die endgültige Entscheidung beim Präsidenten liegt. Er betonte, dass die Industrie geduldig sein müsse, während sie auf ihren Moment für die Reform warte.
Derzeit befindet sich das Umwidmungsverfahren in einem Schwebezustand und wartet auf das Ergebnis einer einstweiligen Verfügung bezüglich der Haltung der DEA. Culver merkte an, dass die Verantwortung im Moment bei der DEA liegt. Er kommentierte das politische Klima und deutete an, dass Loyalität in der Trump-Administration Vorrang hat, was die Positionen der Beamten zur Cannabispolitik beeinflussen könnte.
Trotzdem erwähnte Culver, dass es innerhalb der Regierung zahlreiche wichtige Beamte gibt, die eine Cannabisreform unterstützen. Er äußerte sich zuversichtlich, dass der Präsident seine Ansichten über Cannabis seit seiner letzten Amtszeit geändert hat, obwohl er einräumte, dass die Cannabisreform in den ersten Monaten der Amtszeit keine Priorität genossen hat.
Culver bemerkte: "Ich denke, dass die DEA eine Anweisung vom Präsidenten benötigen wird, damit eine Umstrukturierung stattfinden kann... Die große Frage ist, wann". Diese Aussage spiegelt die Ungewissheit über den Zeitpunkt möglicher Änderungen in der Cannabispolitik wider.
In diesem Zusammenhang deutete der ehemalige Kongressabgeordnete und treue Trump-Unterstützer Matt Gaetz kürzlich in einem Meinungsartikel an, dass eine Neuzulassung von Cannabis bevorstehen könnte. Die DEA hat jedoch keine Fortschritte in dem seit einiger Zeit auf Eis gelegten Umwidmungsverfahren gemeldet.
Laut einem gemeinsamen Status-Update, das dem Verwaltungsrichter John J. Mulrooney vorgelegt wurde, erklärten die DEA-Anwälte, dass der amtierende Administrator Derek Maltz keinen Zeitplan für formale Argumente bezüglich der vorgeschlagenen Regeländerung festgelegt hat. Darüber hinaus enthielten die jüngsten politischen Prioritäten des Office of National Drug Control Policy für 2025 keine Umwidmung von Cannabis, was weitere Bedenken hinsichtlich des Engagements der Regierung in dieser Frage aufkommen lässt.
Rechtsexperten haben angedeutet, dass die beteiligten Parteien ein Eingreifen des DC Circuit Court beantragen könnten, da die Untätigkeit der DEA eine "unangemessene Verzögerung" gemäß dem Verwaltungsverfahrensgesetz darstelle.
