Familien in Nebraska setzen sich für medizinische Cannabisregelungen ein

Familien in Nebraska setzen sich für medizinische Cannabisregelungen ein

In Nebraska drängen Familien, die von schweren Krankheiten betroffen sind, den Gesetzgeber dazu, wirksame Regelungen für medizinisches Cannabis zu schaffen. Auf einem kürzlich abgehaltenen öffentlichen Forum erzählte die Familie Bronson ihre Geschichte und schilderte die Kämpfe ihres Sohnes Teddy, eines 7-Jährigen mit medikamentenresistenter Epilepsie. Teddy wurde sechsmal am Gehirn operiert und musste durchschnittlich 3.800 Anfälle pro Monat erdulden, was seine Eltern Matt und Liz Bronson dazu veranlasste, alle verfügbaren Mittel zu nutzen, um das Leiden ihres Sohnes zu lindern.

Matt Bronson, ein behinderter Air Force-Veteran, betonte die Dringlichkeit ihrer Situation und erklärte, dass für Teddy jede Nacht ein 85% höheres Risiko besteht, zu sterben. Trotz der Herausforderungen drückte er seine Dankbarkeit für die kleinen Erfolge aus, wie zum Beispiel, dass Teddy nach Jahren im Rollstuhl wieder laufen und lächeln kann.

Die Bronsons haben zusammen mit vielen anderen Befürwortern über ein Jahrzehnt lang für medizinisches Cannabis in Nebraska gekämpft. Im November stimmten die Wähler mit 71% Unterstützung für medizinisches Cannabis und mit 68% Unterstützung für einen Rechtsrahmen. Der Weg zur Umsetzung war jedoch gespickt mit Streitigkeiten und legislativen Hürden.

Auf den Foren in La Vista, Omaha und Lincoln sprachen sich die Teilnehmer für die Legalisierung von medizinischem Cannabis aus und betonten die Notwendigkeit, die Entscheidung der Wähler zu respektieren. Die Diskussionen drehten sich um die Gesetzesvorlage 677, die darauf abzielt, die Vorschriften für das neu legalisierte medizinische Cannabissystem zu klären. Kritiker des Gesetzentwurfs haben Bedenken hinsichtlich Bestimmungen wie dem Rauchverbot, einer begrenzten Liste von qualifizierenden Bedingungen und Gebühren für die Patientenregistrierung geäußert.

Ethan Stankus, ein Forumsteilnehmer, äußerte sich enttäuscht über die Kompromisse in LB 677 und behauptete, dass die Vorschriften nicht mit dem Willen der Wähler übereinstimmen. Die Befürworter argumentieren, dass der Gesetzentwurf notwendig ist, um klare Richtlinien für die Nebraska Medical Cannabis Commission zu schaffen, die bis zum 1. Juli mit der Ausarbeitung von Vorschriften beauftragt ist.

Der Generalstaatsanwalt von Nebraska, Mike Hilgers, hat sich gegen LB 677 und alle Produkte, die Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, ausgesprochen und behauptet, dass die Bundesgesetze gegen Marihuana aufrechterhalten werden müssen. Hilgers erklärte, er habe Mitgefühl mit Menschen, die Schmerzen haben, beharrte aber darauf, dass seine Position trotz der wachsenden Akzeptanz von Cannabis auf staatlicher Ebene unverändert bleibe.

Die Foren beleuchteten die persönlichen Geschichten vieler Menschen aus Nebraska, die von schwächenden Krankheiten betroffen sind. Marcie Reed erzählte von ihren Erfahrungen mit ihrem Sohn Kyler, der an Epilepsie leidet und auf mehrere Medikamente angewiesen ist. Sie betonte, dass die Einsicht in die Notwendigkeit von medizinischem Cannabis oft zu spät kommt, wenn Familien mit unvorstellbaren Schmerzen und Verlusten konfrontiert sind.

Dominic Gillen, ein weiterer Fürsprecher, sprach über seinen Sohn Will, der über 450.000 Anfälle erlitten hat. Er betonte, wie wichtig es ist, dass die Gesetzgeber die menschliche Seite dieses Themas anerkennen und forderte sie auf, die Patienten hinter den Zahlen zu sehen.

Im Verlauf der Diskussionen äußerten einige Befürworter ihre Frustration über den langsamen Fortschritt und die möglichen Hindernisse beim Zugang zu medizinischem Cannabis. Die Stimmung unter den Anwesenden war eindeutig: Sie wollen Maßnahmen und eine rasche Umsetzung eines Systems, das den Wünschen der Wähler nach Zugang zu medizinischem Cannabis gerecht wird.

Angesichts der anhaltenden Kämpfe um die Gesetzgebung fordern viele Befürworter ein gemeinsames Vorgehen, um sicherzustellen, dass die Bürger von Nebraska Zugang zu den benötigten Medikamenten haben. Die Botschaft war in allen Foren zu hören: "Lasst uns den Schmerz nehmen" - eine Bitte, die von Eltern und Betreuern geäußert wurde, die verzweifelt nach Erleichterung für ihre Angehörigen suchen, die an schweren Krankheiten leiden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

de_DEGerman