Olmsted County, Minnesota, bereitet sich auf den Verkauf von Cannabis für den Freizeitgebrauch vor, nachdem die County Commissioners einstimmig beschlossen haben, eine neue Verordnung zu erlassen. Diese Verordnung wird den Einzelhandelsverkauf von Cannabis im Bezirk erleichtern. Die staatliche Lotterie für Freizeit-Cannabisunternehmen ist für den 5. Juni angesetzt, bei der nach zwei lokalen Lotterien 14 Unternehmen ausgewählt werden, die in Olmsted County tätig werden dürfen.
Sagar Chowdhury, der stellvertretende Direktor für öffentliche Gesundheit in Olmsted County, betonte die Bedeutung lokaler Regelungen im Einklang mit dem staatlichen Recht. Er erklärte, dass Cannabisunternehmer sowohl die staatliche Lotterie als auch die lokale Lotterie gewinnen müssen, um Cannabis für den Freizeitgebrauch verkaufen zu dürfen. "Sobald sie eine Lizenz auf staatlicher Ebene erhalten haben, müssen sie sich auf lokaler Ebene registrieren lassen, um offiziell Einzelhandelsprodukte zu verkaufen", sagte Chowdhury.
Peter Jada, Inhaber von "Canna Serve Ya", teilte seine Vorfreude auf den Prozess mit und erklärte, dass er kurz vor dem Abschluss des Verfahrens zur Erlangung einer Lizenz für den Freizeithandel steht. Jada merkte an, dass der Weg zum legalen Verkauf Zeit braucht, seit Cannabis in Minnesota im Jahr 2023 legalisiert wurde. Er äußerte sich optimistisch über die Rentabilität, wenn er in beiden Lotterien erfolgreich ist.
Jada bemerkte: "Minnesota war nicht bereit, dass die Leute sofort damit anfangen. Sie wollten sagen: "Okay, lasst es uns legalisieren, lasst die Leute legale Cannabissachen [verkaufen], damit man nicht gleich in Schwierigkeiten gerät. Dann werden wir den Rahmen dafür schaffen."
Derzeit unterliegen Cannabinoidprodukte in Minnesota einer Steuer von 10%, die nach der kommenden Legislaturperiode steigen könnte. Ted Galaty, Eigentümer der Willow Keep Farm und des Hanflabyrinths, äußerte sich besorgt über die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen und meinte, dass der effektive Steuersatz für Cannabisverkäufe 25% erreichen könnte, wenn man zusätzliche lokale Steuern berücksichtigt. Galaty erklärte: "Man wäre dann bei 15% zusätzlich zur Umsatzsteuer, und die Gesetzgeber wollen auch noch eine Gemeindesteuer von 3% hinzufügen."
Galaty entschied sich auch gegen eine Lizenz für den Freizeitbereich und begründete dies mit dem Einfluss etablierter medizinischer Cannabisunternehmen in Minnesota, die er als "Medical Marijuana Mafia" bezeichnete. Er kritisierte diese Unternehmen dafür, dass sie den Markt monopolisieren und Lobbying-Taktiken anwenden, um die Gesetzgeber zu beeinflussen. "Sie haben 'Varial Health' und 'Green Thumb Industries', und diese Spieler, sie sind schmutzige Spieler", sagte er. "Sie haben sehr gut bezahlte Lobbyisten, die die Taschen unserer Gesetzgeber, sowohl der Republikaner als auch der Demokraten, füllen, und sie sind nur auf sich selbst aus.
Olmsted County wird Ende Juni mit der Annahme von Anträgen für die lokale Lotterie beginnen, eine weitere Runde ist für Ende Juli vorgesehen. Geschäftsinhaber können nach dem Gewinn beider Lotterien nach eigenem Ermessen mit dem Verkauf von Cannabisprodukten beginnen. Da sich die Landschaft des Cannabis-Einzelhandels in Minnesota weiterentwickelt, werden die kommenden Lotterien eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Branche in Olmsted County spielen.
