Cannabis-Kontrollkommission interveniert in Rechtsstreit in Great Barrington

Cannabis-Kontrollkommission interveniert in Rechtsstreit in Great Barrington

In Great Barrington, Massachusetts, spitzt sich ein Rechtsstreit zwischen drei Marihuana-Abgabestellen und der Stadt über Host Community Agreements (HCAs) zu. Die Cannabis Control Commission (CCC) hat einen Antrag auf Intervention in diesem laufenden Verfahren gestellt.

Die Kontroverse begann im März 2024, als Theory Wellness, Community Growth Partners (Eigentümer von Rebelle Dispensary) und Farnsworth Fine Cannabis vor dem Middlesex Superior Court Klage gegen Great Barrington erhoben. Diese Apotheken machen geltend, dass die Stadt Millionen von Dollar zurückzahlen sollte, die sie über ihre HCAs gezahlt haben.

Theory Wellness, 394 Stockbridge Road, schloss seine HCA am 17. Oktober 2016 ab, mit einer Folgevereinbarung am 18. Juni 2018. Community Growth Partners unterzeichnete seine HCA am 20. März 2019 für Rebelle Dispensary in 783 South Main Street, während Farnsworth Fine Cannabis seine HCA im August 2019 in 126 Main Street gründete.

Die Intervention der CCC geht auf Bedenken zurück, dass Great Barrington die Befugnis der Kommission zur Regulierung von HCAs in Frage stellt. Die Kommission behauptet, dass das Vorgehen der Stadt ihre Fähigkeit untergraben könnte, Cannabisgesetze durchzusetzen, insbesondere Kapitel 180 der Gesetze von 2022, das der CCC die Aufsicht über HCAs und Community Impact Fees gewährt.

Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Kajal Chattopadhyay, die die CCC vertrat, erläuterte mehrere Gründe für das Eingreifen der Kommission. Ihr zufolge könnte die Abwesenheit der CCC in diesem Verfahren ihre Fähigkeit beeinträchtigen, ihre gesetzlichen Interessen zu schützen. Die Zivilprozessordnung von Massachusetts erlaubt eine Intervention, wenn die Interessen einer Partei durch den Ausgang eines Verfahrens beeinträchtigt werden könnten.

Chattopadhyay argumentiert, dass die Ansprüche von Great Barrington gegen die HCAs grundlegend fehlerhaft sind. Die Stadt behauptet, dass die HCAs nicht von der CCC gemäß G.L. c. 94G genehmigt werden müssen, was laut Chattopadhyay ein Missverständnis der Regulierungsbefugnis der Kommission darstellt. Die CCC beabsichtigt, als Drittklägerin aufzutreten, um sicherzustellen, dass ihre Befugnisse vor Gericht aufrechterhalten werden.

Der Stadtrat David Doneski hat gegen den Antrag der CCC Einspruch eingelegt und argumentiert, dass es bei den Klagen um private Vertragsstreitigkeiten zwischen den Apotheken und der Stadt geht und nicht um Fragen, die die CCC direkt betreffen. Er behauptet, dass die Kommission kein legitimes Interesse an der Angelegenheit hat und dass ihr Antrag nicht rechtzeitig eingereicht wurde, da die Kläger ihre Klage im März 2024 einreichten, während die CCC erst im November 2024 ihre Absicht bekundete, zu intervenieren.

Doneski behauptet ferner, dass sich der Rechtsstreit um angebliche Vertragsverletzungen dreht und die Interessen der Kommission nicht wesentlich berührt. Er behauptet, dass die Art der Streitigkeiten kommerzieller Natur ist und die Beteiligung der Kommission nicht rechtfertigt.

Chattopadhyay wies Doneskis Behauptungen zurück und betonte, dass die Kommission ein berechtigtes Interesse an dem Fall habe, da die Argumente der Stadt ihre Regulierungsbefugnisse einschränken könnten. Die CCC besteht darauf, dass sie in das Verfahren einbezogen werden muss, um ihre Befugnisse angemessen zu verteidigen.

Bislang wurde noch kein Gerichtstermin anberaumt, um über den Antrag der Kommission auf Zulassung als Streithelfer zu entscheiden. Der Ausgang des Falles könnte erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie die HCAs in Massachusetts strukturiert und durchgesetzt werden, sowie auf das regulatorische Umfeld der Cannabisindustrie.

Die Beteiligung der CCC verdeutlicht die Komplexität der Cannabisregulierung, wenn Gemeinden und Apotheken ihre Vereinbarungen aushandeln. Die sich entwickelnde rechtliche Situation in Great Barrington könnte einen Präzedenzfall für künftige Streitigkeiten zwischen lokalen Regierungen und Cannabisunternehmen in Bezug auf HCAs schaffen.

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