Ein neues Gesetz in Arizona, das am 30. Juni 2026 in Kraft treten soll, zielt darauf ab, Werbung für Cannabis, die sich an Personen unter 21 Jahren richtet, einzuschränken. Gouverneurin Katie Hobbs unterzeichnete dieses Gesetz, das breite Unterstützung von Gesetzgebern erhielt, darunter die Abgeordnete Selina Bliss, die das Ziel betonte, die Werbung für Cannabis an Minderjährige zu verhindern.
Das Gesetz verbietet die Verwendung von Bildern oder Abbildungen von Spielzeug, Zeichentrickfilmen und fiktiven Figuren, einschließlich des Weihnachtsmanns, in der Cannabiswerbung. Diese Entscheidung ist auf die Sorge zurückzuführen, dass diese Werbetaktiken Kinder ansprechen könnten. Darüber hinaus dürfen Cannabisprodukte nicht so benannt werden, dass sie Marken nachahmen, die an Jugendliche vermarktet werden, wie beispielsweise beliebte Snacks oder Getränke.
Die Werbebeschränkungen gehen über den reinen Inhalt hinaus. Das Gesetz verbietet die Werbung für Cannabis an bestimmten öffentlichen Orten, darunter Flughäfen und öffentliche Verkehrssysteme. Außerdem wird die Online-Werbung auf Websites beschränkt, bei denen davon ausgegangen wird, dass mindestens 73,6% des Publikums über 21 Jahre alt sind - eine Kennzahl, die auf Daten der US-Volkszählung basiert und den Anteil der erwachsenen Bevölkerung widerspiegelt.
Außerdem dürfen Cannabis-Einzelhändler keine Sportveranstaltungen sponsern, es sei denn, eine ähnliche demografische Schwelle wird erreicht. Werbetafeln, die für Cannabis werben, sind auch im Umkreis von 1.000 Fuß von Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Kirchen, Parks und Einrichtungen zur Behandlung von Drogenmissbrauch verboten.
Dieser Schritt des Gesetzgebers erinnert an frühere Bemühungen, Kinder vor schädlicher Werbung zu schützen, ähnlich wie das harte Vorgehen der Federal Trade Commission gegen Tabakwerbung, die sich an Jugendliche richtet. Der Kinderarzt Gary Kirkilas legte den Gesetzgebern Beweise dafür vor, dass die derzeitige Cannabiswerbung Kinder anziehen könnte, und nannte Beispiele wie Plakatwände, auf denen der Weihnachtsmann mit Cannabisprodukten abgebildet ist.
Der Vorstoß für diese Gesetzgebung war in den vergangenen Jahren an Herausforderungen gescheitert, da frühere Vorschläge nicht angenommen wurden. Die Gesetzgeber mussten klarstellen, dass die Vorschriften speziell für Cannabis gelten und nicht für mit Hanf versetzte Produkte, die nur minimale psychoaktive Substanzen enthalten.
Die Befürworter des Gesetzes legen den Schwerpunkt auf die Sicherheit von Kindern und argumentieren, dass die Verringerung der Exposition gegenüber Cannabismarketing dazu beitragen wird, versehentliche Vergiftungen bei Kindern zu verhindern. Da Cannabis für Erwachsene in Arizona weiterhin legal ist, soll mit diesem Gesetz ein verantwortungsvoller Werberahmen geschaffen werden, der das Wohl von Minderjährigen in den Vordergrund stellt.
