Haribo, der bekannte Gummibärchenhersteller, hat in den Niederlanden einen Rückruf seiner "Happy Cola"-Bonbons veranlasst, nachdem bei Tests Cannabis nachgewiesen wurde. Die niederländische Behörde für Lebensmittel- und Verbrauchersicherheit (NVWA) warnte die Verbraucher am Donnerstag, dass der Verzehr bestimmter Tüten der Bonbons gesundheitliche Probleme, einschließlich Schwindel, verursachen könnte.
Der Rückruf ist auf die Niederlande beschränkt, und die NVWA bestätigte, dass alle anderen Haribo-Produkte weiterhin unbedenklich verzehrt werden können. Der Vorfall ereignete sich, nachdem mehrere Personen, darunter mindestens eine Familie, über Unwohlsein nach dem Verzehr der betroffenen Süßigkeiten berichteten. Dies veranlasste die örtlichen Behörden, eine forensische Untersuchung einzuleiten.
Polizeisprecherin Chantal Westerhoff erklärte: "Wir wollen genau wissen, wie das Zeug in die Süßigkeiten gelangt ist und wie die Tüten in den Laden gekommen sind." Die NVWA arbeitet mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die Quelle der Verunreinigung aufzudecken. Nach Angaben der NVWA-Sprecherin Saida Ahyad wurde in den vom Rückruf betroffenen cola-förmigen Bonbons Cannabis nachgewiesen.
Haribo hat noch nicht ermittelt, wie das Cannabis in seine Produkte gelangt ist. Ein Vertreter des Unternehmens betonte, dass Haribo diese Angelegenheit ernst nimmt und mit der Polizei zusammenarbeitet, um die Fakten des Vorfalls zu ermitteln. Es ist nach wie vor unklar, ob es sich bei den betroffenen Süßigkeiten um ein rechtmäßiges Haribo-Produkt oder um ein manipuliertes Produkt handelt.
Dieser Vorfall folgt einer verstärkten Kontrolle von Cannabis-Esswaren, insbesondere von solchen, die beliebten Snacks ähneln. In den Vereinigten Staaten haben die Bundesbehörden die Hersteller bereits davor gewarnt, Marihuanaprodukte herzustellen, die bekannten Kindersnacks ähneln. So meldete das Dayton Children's Hospital im vergangenen Herbst einen Anstieg der Fälle, in denen Kinder irrtümlich Cannabis-Esswaren konsumiert hatten, und wies damit auf die Risiken hin, die von Süßigkeiten ausgehen, die herkömmlichen Süßigkeiten ähneln.
Da die Ermittlungen noch andauern, wird den Verbrauchern in den Niederlanden empfohlen, bis auf weiteres keine Tüten der "Happy Cola" von Haribo zu kaufen oder zu konsumieren.
