Die Stadtverwaltung von Solon, Ohio, empfiehlt neue Bebauungsvorschriften, um die Nähe von Marihuana-Abgabestellen und Vape-Shops zu kontrollieren. Diese Initiative zielt darauf ab, eine übermäßige Konzentration zu verhindern, die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Exposition von Jugendlichen gegenüber Cannabis und Vape-Marketing zu minimieren. Eine vorgeschlagene Textänderung der Flächennutzungsordnung von Solon wird auf der kommenden Sitzung der Planungskommission am 24. Juni erörtert werden. Wenn die Kommission die Änderung billigt, muss sie vom Stadtrat genehmigt werden, um in Kraft zu treten.
Die vorgeschlagenen Vorschriften würden einen Mindestabstand von drei Meilen zwischen einer Marihuana-Apotheke und einem Vape-Shop vorschreiben, unabhängig von der Zoneneinteilung. Diese Regel würde für neue Unternehmen oder bestehende Unternehmen gelten, die ihren Standort verlegen oder ihre Nutzung ändern. Derzeit gibt es in Solon zwei Marihuana-Apotheken, die an der Aurora Road eröffnet werden sollen und etwa eine Meile voneinander entfernt sind. Obwohl der Staat einen Mindestabstand von einer Meile zwischen den Apotheken vorschreibt, argumentieren Beamte der Stadt, dass dies nicht ausreicht, um lokale Häufungen oder Gemeindegrenzen zu berücksichtigen.
Laut Michael Ionna, Solons Direktor für Planung und Gemeindeentwicklung, würde die neue Änderung nur eine einzige Apotheke in der Stadt zulassen und die beiden bestehenden als rechtlich nicht konforme Nutzung einstufen. Sollte eines dieser Unternehmen schließen, könnten sie nicht wiedereröffnet oder durch eine andere Apotheke ersetzt werden. Ionna merkte an: "Diese beiden Geschäfte haben alle bestehenden staatlichen und lokalen Anforderungen erfüllt. Sie dürften weiter betrieben werden, aber wenn eines von ihnen schließen würde, dürfte es nicht wieder eröffnet werden.
Das Feedback aus der Bevölkerung hat bei der Ausarbeitung der vorgeschlagenen Vorschriften eine wichtige Rolle gespielt. Anwohner, Mitglieder des Stadtrats und Bürgermeister Ed Kraus äußerten sich besorgt über die Auswirkungen der Clusterbildung auf den Charakter des Viertels und die Gewerbegebiete. Ionna erklärte: "Es wurden deutliche Bedenken über die mögliche Überkonzentration von Marihuana-Apotheken und die Auswirkungen, die eine Clusterbildung haben könnte, geäußert."
Ähnlich verhält es sich mit den Vape-Shops in Solon, wo sich derzeit drei Einzelhändler in einem Abstand von nur 550 Fuß an der Kreuzung von SOM Center und Aurora Road befinden. Die Stadt hat auch mehrere Verstöße in Bezug auf die Beschilderung, die Beleuchtung und die Verwendung von nicht zugelassenen Bannern und Flaggen festgestellt. Die vorgeschlagene Änderung für Vape-Shops würde die Dispensary-Regel widerspiegeln und einen Mindestabstand von drei Meilen zwischen zwei Vape-Verkaufsstellen vorschreiben. Bestehende Vape-Shops würden ebenfalls als rechtlich nicht konforme Nutzung eingestuft werden.
Aus den Dokumenten der Stadt geht hervor, dass das Ziel dieser Änderungen darin besteht, eine übermäßige Konzentration von Vape-Einzelhändlern in wichtigen Gewerbegebieten zu verhindern, die visuelle Ästhetik zu verbessern, eine bessere Einhaltung der örtlichen Vorschriften zu fördern und die Exposition der Öffentlichkeit gegenüber Vape-Marketing zu verringern.
Ionna betonte die Absicht der Stadt, den Zugang von Erwachsenen zu Cannabisprodukten mit dem Schutz der Jugend und den Standards der Gemeinschaft in Einklang zu bringen. Er erklärte: "Während die Stadt die legitime medizinische Nutzung und die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die mit Marihuana verbunden sind, anerkennt, hat sie auch die Verantwortung, die Jugend zu schützen und die öffentliche Gesundheit zu wahren." Die vorgeschlagenen Regelungen zielen darauf ab, einen Rahmen zu schaffen, der einen sicheren Zugang für Erwachsene, insbesondere für diejenigen mit medizinischen Bedürfnissen, gewährleistet und gleichzeitig das Wohlbefinden der Nachbarschaft und die Sicherheit der Jugend in den Vordergrund stellt.
Sollten die Änderungen des Flächennutzungsplans genehmigt werden, plant die Stadt, die Einhaltung der Vorschriften durch strenge Überprüfungen des Flächennutzungsplans und regelmäßige Inspektionen durchzusetzen. Ionna betonte das Engagement der städtischen Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass die Abgabestellen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Erwartungen der Gemeinschaft arbeiten. Er stellte klar, dass die Vorschriften nicht darauf abzielen, Marihuana-Apotheken gänzlich zu verbieten, und wies darauf hin, dass sowohl die staatlichen als auch die lokalen Wähler der Legalisierung zugestimmt haben. "Es geht darum, sicherzustellen, dass wir es auf die richtige Weise tun", fügte er hinzu. "Das Ziel war es, einen verantwortungsvollen Rahmen zu schaffen, der einen sicheren Zugang für Erwachsene gewährleistet."
Die Diskussion über diese vorgeschlagenen Änderungen wird auf der Sitzung der Planungskommission fortgesetzt, da die Beamten daran arbeiten, ein Regelungsumfeld zu schaffen, das sowohl den Bedürfnissen der Unternehmen als auch den Normen der Gemeinschaft entspricht.
