Gesetzgeber in Ohio schlagen Gesetzesentwurf zur Beschränkung des Verkaufs von berauschenden Hanfprodukten an Apotheken vor

Gesetzgeber in Ohio schlagen Gesetzesentwurf zur Beschränkung des Verkaufs von berauschenden Hanfprodukten an Apotheken vor

Die Gesetzgeber in Ohio erwägen einen neuen Gesetzentwurf, der den Verkauf von berauschenden Hanfprodukten regeln soll. Senatsvorlage 86 würde den Verkauf dieser Produkte auf Marihuana-Abgabestellen für Erwachsene beschränken und den Verkauf in Lebensmittelgeschäften, Rauchshops oder Tankstellen verhindern. Darüber hinaus würde die vorgeschlagene Gesetzgebung eine Steuer von 15 Prozent auf diese Produkte erheben und den Verkauf an Personen unter 21 Jahren verbieten.

Die Gesetzesvorlage wurde von verschiedenen Interessengruppen unterstützt, darunter Vertreter der Marihuana-Industrie, Mitarbeiter von Giftnotrufzentralen und religiöse Organisationen. Joshua Smith, der Inhaber von Southern Ohio Botanicals, wies auf das Problem der unregulierten Geschäfte hin und erklärte, dass "gefälschte, auftauchende, angeberische Abgabestellen Schlupflöcher in den Hanfgesetzen ausnutzen". Er betonte, dass diese Geschäfte den Verbrauchern vorgaukeln, sie seien lizenzierte Einrichtungen.

Der von den Senatoren des Bundesstaates Ohio, Steve Huffman und Shane Wilkin, eingebrachte Gesetzentwurf sieht vor, dass berauschende Hanfprodukte getestet werden und bestimmte Standards für Verpackung, Kennzeichnung und Werbung erfüllen müssen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Produkten, die eingenommen oder inhaliert werden können. Laut einer Studie des Drug Enforcement and Policy Center der Ohio State University ist Ohio einer von rund 20 Staaten, die derzeit berauschende Hanfprodukte regulieren. Diese Situation entstand durch das US-Landwirtschaftsgesetz von 2018, das den Anbau von Hanf mit weniger als 0,3 Prozent THC erlaubt.

Smith kritisierte außerdem den Mangel an Aufsicht im derzeitigen System und wies darauf hin, dass unregulierte Abgabestellen die Sicherheit der Verbraucher gefährden. Er wies darauf hin, dass es keine Möglichkeit gibt, die Herkunft oder die Sicherheitstests des in diesen illegalen Geschäften verkauften Cannabis zu überprüfen. Im Gegensatz zu regulierten Abgabestellen, die abgepackte und im Labor getestete Produkte anbieten, wiegen diese Läden das Cannabis oft vor den Augen der Kunden ab, ohne jegliche Qualitätskontrollen durchzuführen.

Fadi Boumitri, CEO von Ascension BioMedical, äußerte sich besorgt über die Ausbreitung von Geschäften, die berauschende Hanfprodukte verkaufen. Er erwähnte, dass es in einem Radius von 1,5 Meilen um sein Haus zehn solcher Geschäfte gibt, was sich unverhältnismäßig stark auf kleine Anbaubetriebe auswirkt.

Dr. Hannah Hays, die medizinische Leiterin des Central Ohio Poison Center, teilte alarmierende Statistiken über Vergiftungen im Zusammenhang mit Cannabis. Sie berichtete von einem 20-fachen Anstieg solcher Fälle in allen Altersgruppen seit 2019. Darüber hinaus ist die Exposition gegenüber Cannabinoid-Produkten, insbesondere Delta-8-THC, bei Kleinkindern seit 2021 um mehr als 330 Prozent angestiegen. Hays warnte, dass der Zugang zu diesen Produkten zu schweren gesundheitlichen Problemen führen kann, einschließlich Halluzinationen und Krampfanfällen.

Chris Lindsey, Leiter der staatlichen Interessenvertretung der American Trade Association for Cannabis and Hemp, berichtete von seinen Erfahrungen beim Kauf von berauschenden Hanfprodukten in einem Lebensmittelgeschäft in Columbus. Er enthüllte, dass ein Bonbon erstaunliche 500 Milligramm THC enthielt, die bei Einnahme sogar großen Tieren schaden könnten. Er warnte, dass die Verbraucher äußerst vorsichtig sein müssen, um eine Überdosis zu vermeiden, wenn sie solche Produkte konsumieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

de_DEGerman