Haribo, der bekannte Gummibärchenhersteller, hat in den Niederlanden einen Rückruf seiner "Happy Cola"-Bonbons veranlasst, nachdem berichtet wurde, dass einige Produkte positiv auf Cannabis getestet wurden. Am 29. Mai 2023 hat die niederländische Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherproduktsicherheit (NVWA) eine Warnung vor diesen Bonbons herausgegeben, die besagt, dass sie beim Verzehr Gesundheitsrisiken, einschließlich Schwindel, bergen können.
Der Rückruf beschränkt sich auf die Niederlande, wobei die NVWA bestätigt, dass alle anderen Haribo-Produkte weiterhin unbedenklich verzehrt werden können. Die Situation entstand, nachdem mehrere Personen, darunter mindestens eine Familie, nach dem Verzehr der betroffenen Süßigkeiten erkrankt waren, was eine forensische Untersuchung durch die örtliche Polizei zur Folge hatte.
Chantal Westerhoff, eine Sprecherin der Polizei, betonte, dass geklärt werden müsse, wie das Cannabis in die Süßigkeiten gelangt sei und wie die kontaminierten Tüten in die Geschäfte gelangt seien. Wir wollen genau wissen, wie es in die Süßigkeiten gelangt ist und wie die Tüten in den Laden gekommen sind", sagte sie dem Provinciale Zeeuwse Courant.
Saida Ahyad, eine Sprecherin der NVWA, bestätigte, dass in den colaförmigen Bonbons Cannabis nachgewiesen wurde. Die Quelle der Verunreinigung ist nach Angaben der Haribo-Vertreter nach wie vor unbekannt. Sie erklärten, dass sie die Angelegenheit ernst nehmen und mit der Polizei zusammenarbeiten, um die Situation zu klären.
Der Vorfall wirft Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit auf, zumal die Bundesbehörden in den Vereinigten Staaten die Hersteller von Marihuana-Esswaren bereits davor gewarnt haben, Produkte herzustellen, die beliebte Snackmarken für Kinder nachahmen. Das Dayton Children's Hospital meldete einen Anstieg der Fälle, in denen Kinder versehentlich Cannabis-Esswaren konsumiert haben, was die potenziellen Gefahren von Produkten verdeutlicht, die herkömmlichen Süßigkeiten ähneln.
Dieser Rückruf erinnert daran, wie wichtig die Lebensmittelsicherheit ist und dass bei Verdacht auf Verunreinigung gründliche Untersuchungen erforderlich sind. Haribo hat noch nicht bestätigt, ob es sich bei den betroffenen Bonbons um ein authentisches Produkt seiner Marke handelt.
