Beamte der Stadt Long Beach haben kürzlich den aktuellen Stand der Cannabisbesteuerung überprüft und dabei die anhaltenden Herausforderungen für die lokalen Cannabiseinzelhändler festgestellt. Trotz des Versprechens einer Steuergutschrift von 3%, die darauf abzielt, legale Cannabisgeschäfte gegen den Schwarzmarkt zu unterstützen, zeigt ein neuer Bericht eine minimale Beteiligung an dem Programm. Bislang haben nur zwei Cannabisunternehmen diese Steuererleichterung beantragt, und nur eines steht kurz vor der Qualifikation. Das geringe Engagement ist auf die strengen Voraussetzungen zurückzuführen, die erfüllt sein müssen, um in den Genuss der Steuererleichterung zu kommen, einschließlich der Einhaltung von Zahlungsplänen. Viele Unternehmen sind mit diesen Vereinbarungen in Verzug geraten, was ihren Zugang zur Steuergutschrift einschränkt.
Cannabisunternehmen in Long Beach sind mit einer hohen Steuerlast konfrontiert, die sich aus einer staatlichen Verbrauchssteuer von 15% und einer städtischen Einzelhandelssteuer von 8% zusammensetzt, die neben der regulären Verkaufssteuer auf 10,75% steigen soll. Der Stadtrat hatte zuvor die Überbesteuerung des Cannabissektors anerkannt, was zu einer Senkung der städtischen Einzelhandelssteuer von 8% auf 7% und zur Einführung des Steuergutschriftprogramms führte. Die Einhaltung der Bedingungen des Programms hat sich jedoch für viele Einzelhändler als schwierig erwiesen.
Im April 2022 schuldeten die Cannabisunternehmen in Long Beach der Stadt $8,5 Millionen an rückständigen Steuern, die sich hauptsächlich während der Pandemie angesammelt hatten, als die Säumnisgebühren ausgesetzt wurden. Während $2,8 Mio. dieser Schulden zurückgezahlt wurden, bleiben $7,2 Mio. unbezahlt, und Beamte der Stadt gehen davon aus, dass viele dieser Schulden aufgrund der Anzahl der Unternehmen, die ihren Betrieb eingestellt haben, nicht beigetrieben werden können. Der Bericht verdeutlicht die prekäre Lage des Cannabismarktes und die finanziellen Auswirkungen für die Stadt.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen untersuchen die städtischen Behörden Möglichkeiten, die Verkaufsmöglichkeiten für Cannabis zu erweitern, einschließlich der Möglichkeit, den Verkauf bei besonderen Veranstaltungen außerhalb von Apotheken zuzulassen. Dieser Schritt zielt darauf ab, sowohl die Branche als auch die Steuereinnahmen der Stadt zu stärken.
Darüber hinaus plant der Stadtrat von Long Beach, einen Rettungsschwimmerturm zu übernehmen, der ursprünglich in einem Werbevideo von Billie Eilish für die Olympischen Spiele 2028 zu sehen war. Der Turm, der nach einer berüchtigten Verwechslung bei der Identifizierung eines Strandes zu einem lokalen Symbol geworden ist, wird laut City Manager Tom Modica für Gemeindeveranstaltungen und öffentliches Engagement genutzt werden. Der Stadtrat wird auf seiner nächsten Sitzung über die Annahme dieser Spende abstimmen und damit die Stadt weiter in die olympischen Aktivitäten einbinden.
Insgesamt zeigt der aktuelle Bericht zur Cannabisbesteuerung erhebliche Hürden für lokale Unternehmen auf und unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Evaluierung der Steuerpolitik zur Unterstützung der legalen Cannabisindustrie in Long Beach.
