Studie verbindet Cannabiskonsum mit Gefäßschäden bei Rauchern und Essenskonsumenten

Studie verbindet Cannabiskonsum mit Gefäßschäden bei Rauchern und Essenskonsumenten

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA Cardiology veröffentlichte Studie zeigt, dass sowohl das Rauchen von Marihuana als auch der Konsum von THC-haltigen Esswaren die Gefäßgesundheit beeinträchtigen können. Forscher unter der Leitung von Dr. Leila Mohammadi von der University of California, San Francisco, fanden heraus, dass die durch Cannabiskonsum verursachten Gefäßschäden mit denen vergleichbar sind, die bei einigen Tabakkonsumenten zu beobachten sind.

In der Studie wurde die vaskuläre Endothelfunktion von 55 Teilnehmern mit einem Durchschnittsalter von 31,1 Jahren untersucht. Die Probanden wurden als chronische Marihuana-Raucher, THC-Konsumenten oder Nicht-Konsumenten eingestuft. Wichtig ist, dass keiner der Teilnehmer angab, Tabak zu rauchen oder häufig Passivrauch ausgesetzt zu sein.

Die Ergebnisse zeigten, dass die mittleren Werte der arteriellen flussvermittelten Dilatation (FMD) bei Marihuana-Rauchern mit 6% und bei essbaren Konsumenten mit 4,6% signifikant niedriger waren als bei Nichtkonsumenten mit 10,4%. Dies deutet darauf hin, dass ein erhöhter Cannabiskonsum mit niedrigeren MKS-Werten korreliert. Die Messung der MKS ist ein etablierter Indikator für die Endothelfunktion, die für die Gefäßgesundheit entscheidend ist.

Bei anderen Messwerten wie der Pulswellengeschwindigkeit (PWV) und dem arteriellen Druck stellten die Forscher keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen fest. Sie stellten jedoch fest, dass Marihuana-Raucher im Vergleich zu Nicht-Konsumenten niedrigere Werte der durch den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor stimulierten Stickoxid-Produktion aufwiesen, ein Ergebnis, das bei essbaren Konsumenten nicht beobachtet wurde.

Die Forscher betonten, wie wichtig es ist, die Auswirkungen des Marihuanakonsums auf die öffentliche Gesundheit zu verstehen, insbesondere angesichts der zunehmenden Legalisierung von Cannabis. Sie erklärten: "Unter Anwendung strenger Ein- und Ausschlusskriterien zur Vermeidung von Störfaktoren fanden wir heraus, dass chronisches Marihuanarauchen und der Konsum von THC-Esswaren beide mit einer Verringerung der MKS im Vergleich zu Nichtkonsumenten-Kontrollen verbunden waren. Die Verringerung der MKS war vergleichbar mit dem, was wir zuvor für chronische Tabakraucher berichtet haben".

Diese Forschung wurde durch Zuschüsse des National Institute on Drug Abuse und des California Department of Cannabis Control finanziert, obwohl diese Organisationen keinen Einfluss auf die Gestaltung oder Durchführung der Studie hatten.

Da der Cannabiskonsum weiter zunimmt, unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen seiner Auswirkungen auf die kardiovaskuläre Gesundheit.

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