Arizona schreibt Cannabistests für Sicherheit und Wirksamkeit vor

Arizona schreibt Cannabistests für Sicherheit und Wirksamkeit vor

In Arizona müssen Cannabisprodukte strengen Tests unterzogen werden, um die Sicherheit und Potenz zu gewährleisten, wie es die staatlichen Vorschriften vorschreiben. Ein 2019 erlassenes Gesetz, das im November 2020 in Kraft trat, schreibt vor, dass alle im Bundesstaat verkauften Marihuana-Produkte auf unsichere Werte von mikrobieller Kontamination, Schwermetallen und Pestiziden getestet werden müssen. Dieses Gesetz legt auch einen Rahmen für die Bestätigung der Potenz dieser Produkte fest.

In Arizona gibt es derzeit 11 zugelassene Labors, die sich mit Cannabistests befassen, ein Rückgang gegenüber 16 im Vorjahr. Diese Labors sind für die Analyse von Proben aus Abgabestellen verantwortlich, um die Einhaltung der staatlichen Gesundheitsstandards zu gewährleisten. Zwar müssen die Apotheken die Chargen ihres Marihuanas und ihrer THC-haltigen Produkte testen, doch nicht jedes verkaufte Produkt ist garantiert frei von Verunreinigungen. Es kann zu Problemen wie ungenauen Potenzwerten kommen, was zu möglichen Diskrepanzen zwischen dem, was die Verbraucher erwarten, und dem, was sie erhalten, führt.

Das Gesetz von 2019 war eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach sicheren Cannabisprodukten nach der Legalisierung von medizinischem Marihuana im Jahr 2010. Obwohl Produkttests nach der Legalisierung zunächst nicht vorgeschrieben waren, entschieden sich viele Abgabestellen dafür, freiwillig Tests durchzuführen, um die Verbraucher und ihr Geschäft zu schützen. Das Freizeit-Marihuana-Gesetz des Bundesstaates, das 2020 von den Wählern angenommen wurde, übernahm dieselben Teststandards, die 2019 eingeführt wurden.

Das Gesetz schreibt Tests auf verschiedene Schadstoffe vor, darunter Schimmel, Schwermetalle wie Blei und Quecksilber sowie Rückstände von Pestiziden und Lösungsmitteln. Es schreibt auch die Bestätigung des THC-Gehalts vor und ermöglicht es den Verbrauchern, Analysezertifikate für getestete Produkte anzufordern, die auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden müssen. Einige Apotheken stellen diese Zertifikate auf ihren Websites zur Verfügung.

Das Gesundheitsministerium von Arizona überwacht die Zulassung und Inspektion von Prüflabors und stellt sicher, dass diese hohe Standards in Bezug auf wissenschaftliche Genauigkeit, Qualitätskontrolle und Buchführung einhalten. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, dürfen die Labore keine finanziellen oder familiären Beziehungen zu den Betreibern von Apotheken haben.

Trotz dieser Vorschriften sind nicht alle auf dem Markt befindlichen Produkte getestet worden. Die Abgabestellen sind nur verpflichtet, Proben von Chargen ihrer Produkte zu testen, was bedeutet, dass einzelne Artikel möglicherweise nicht getestet wurden. Bei einer Charge von Cannabispflanzen, die gleichzeitig angebaut werden, können beispielsweise nur wenige Proben getestet worden sein.

Verstöße gegen die Testvorschriften können schwere Strafen nach sich ziehen. Der Direktor der Gesundheitsbehörde ist befugt, die Zulassung von Labors auszusetzen oder zu widerrufen, die sich nicht an die staatlichen Vorschriften halten. Die Geldstrafen können bis zu $1.000 pro Tag und Verstoß betragen, höchstens jedoch $5.000 innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen.

Die Prüflabors konzentrieren sich auf die Identifizierung spezifischer Kontaminanten oder auf die Durchführung von Vollpanel-Tests. Sie prüfen auf biologische Schadstoffe wie E. coli und Salmonellen sowie auf Pestizid- und Lösungsmittelreste, die nach der Verarbeitung zurückbleiben könnten. Außerdem messen sie den prozentualen Anteil der Cannabinoide, einschließlich THC und CBD.

Werden Verunreinigungen festgestellt, können die Abgabestellen die betroffenen Produkte erneut testen oder sie nach Möglichkeit sanieren. So können beispielsweise mit Aspergillus kontaminierte Cannabisblüten zu Haschischöl verarbeitet werden, das sicher konsumiert werden kann. Produkte, die mit schädlicheren Substanzen wie Salmonellen kontaminiert sind, müssen jedoch vernichtet oder zurückgerufen werden, wenn sie bereits in den Regalen stehen.

Insgesamt zielen die Prüfvorschriften von Arizona darauf ab, die Verbraucher zu schützen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Cannabismarkt zu fördern. Da sich die Branche weiterentwickelt, werden kontinuierliche Wachsamkeit und die Einhaltung der Vorschriften unerlässlich sein, um die Sicherheit und Qualität der für die Verbraucher verfügbaren Cannabisprodukte zu gewährleisten.

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