Forschung zeigt, dass Cannabis NCAA-Sportlern bei der Schmerzbewältigung helfen kann

Forschung zeigt, dass Cannabis NCAA-Sportlern bei der Schmerzbewältigung helfen kann

Jüngste Forschungsergebnisse, die von der Masterstudentin Aquriya Muller von der Jacksonville State University vorgestellt wurden, deuten darauf hin, dass Marihuana eine wirksame Alternative für die Schmerzbehandlung von NCAA-Sportlern sein kann. Die Ergebnisse waren Teil einer Präsentation, die verschiedene Studien über die Verwendung von Cannabis zur Schmerzbehandlung bei Sportlern untersuchte.

Bezeichnenderweise hat die National Collegiate Athletic Association (NCAA) im vergangenen Jahr Marihuana von der Liste der verbotenen Substanzen für Division-I-Sportler gestrichen. Diese Änderung spiegelt den Standpunkt der NCAA wider, dass Cannabis keine leistungssteigernde Droge ist und ähnlich wie Alkohol behandelt werden sollte.

Die Forschung zeigt, dass der Konsum von Marihuana die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessern, Muskelkrämpfe verringern und die allgemeine Schmerzbehandlung verbessern kann. Insbesondere für Patienten, die an Fibromyalgie leiden, hat Marihuana Vorteile bei der Linderung von Symptomen wie Schmerzen und Steifheit gezeigt, während es auch Entspannung und besseren Schlaf fördert.

Mullers Präsentation beleuchtete den Fall eines Division-I-Basketballspielers, der Marihuana zur Behandlung von Muskelkrämpfen und Schmerzen sowie zur Verbesserung der Schlafqualität einsetzte. Ihr Bericht ermutigt Sporttrainer und Gesundheitsdienstleister, sich über neue Erkenntnisse auf dem Laufenden zu halten und sowohl alternative als auch konventionelle Behandlungen in ihre Behandlungsstrategien zu integrieren.

In dem Bericht wurden insgesamt 94 Artikel geprüft, von denen jedoch 90 ausgeschlossen wurden, weil sie bestimmte Studienkriterien nicht erfüllten. Die Ergebnisse zeigen zwar positive Wirkungen von Cannabis, aber Muller betonte, dass weitere Forschung notwendig sei, da viele Studien ein geringeres Evidenzniveau aufwiesen und weniger zuverlässig waren.

Sie wies darauf hin, dass die Wirksamkeit von Marihuana bei den einzelnen Sportlern unterschiedlich ist und dass es nur begrenzte Bedenken hinsichtlich des Gesundheitsverhaltens und der Leistung gibt. Der Bericht plädiert dafür, dass sich Sporttrainer und Gesundheitsdienstleister über die sich entwickelnden Richtlinien und Erkenntnisse auf dem Laufenden halten, um den Sportlern eine maßgeschneiderte Betreuung zu bieten.

Die Entscheidung der NCAA, Marihuana von der Verbotsliste zu streichen, basiert auf einer Änderung im Jahr 2022, die den zulässigen THC-Grenzwert für College-Sportler anhob und die NCAA-Regeln mit denen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Einklang brachte. In der Vergangenheit wurden College-Sportler in der Nachsaison getestet, wobei ein positives Ergebnis zum Verlust der Spielberechtigung für eine ganze Saison führen konnte.

Josh Whitman, Vorsitzender des NCAA-Rates für die Division I, stellte fest, dass das NCAA-Drogentestprogramm darauf abzielt, die Integrität des Wettbewerbs zu wahren, und betonte, dass Cannabisprodukte keinen Wettbewerbsvorteil bieten. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Gesundheit und dem Wohlergehen der Athleten und nicht mehr auf der Bestrafung des Cannabiskonsums.

Im September 2023 empfahl ein NCAA-Ausschuss offiziell die Aufhebung des Cannabisverbots mit der Begründung, dass die bestehende Politik ineffektiv sei. Sie bekräftigten, dass Cannabis keine leistungssteigernde Droge ist, und befürworteten eine Verlagerung hin zu einer Strategie der Schadensminimierung. Der Zeitpunkt für etwaige Gesetzesdiskussionen wird von den Führungsstrukturen der NCAA auf der Grundlage umfangreicher Studien und Expertenbeiträge festgelegt.

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