Studie verbindet Cannabiskonsumstörung der Mutter mit vermehrten Verhaltensstörungen bei Jugendlichen

Eine kürzlich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Psychiatry Research veröffentlichte Studie zeigt, dass Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft und nach der Geburt eine Cannabiskonsumstörung (CUD) hatten, ein höheres Risiko für die Entwicklung von Verhaltensstörungen haben. Diese Studie wurde von Abay Woday Tadesse und Kollegen von der School of Population Health der Curtin University in Australien durchgeführt.

Die Forscher analysierten Daten von 222.604 Mutter-Kind-Paaren mit Lebendgeburten, die zwischen 2003 und 2005 registriert wurden. Sie fanden heraus, dass Kinder, die während verschiedener Zeiträume - vor, während und nach der Geburt - mütterlicher CUD ausgesetzt waren, ein signifikant erhöhtes Risiko für störende Verhaltensstörungen aufwiesen. Die Risikoverhältnisse betrugen 3,56 für die vorgeburtliche Exposition, 3,55 für die perinatale und 2,95 für die postnatale Exposition, verglichen mit Kindern, die nicht exponiert waren.

Mitautorin Rosa Alati, Ph.D., hob hervor, dass Cannabinoid-Inhaltsstoffe die Plazenta passieren und in die Muttermilch gelangen können, was sich auf die Gehirnentwicklung auswirken kann. Sie betonte, dass diese Forschung wichtige Erkenntnisse für gesundheitspolitische Maßnahmen liefert, die darauf abzielen, Schäden durch den Cannabiskonsum von Müttern zu verringern.

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